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Hydraulischer Abgleich: Pflicht, Kosten & warum er sich lohnt

Der hydraulische Abgleich ist seit 2024 Pflicht für die Heizungsförderung – aber was genau passiert dabei? Und lohnt sich das auch ohne Förderung?

Mannhold Haustechnik
7 Min. Lesezeit
Fachmann beim hydraulischen Abgleich – Einstellen der Heizkörperventile

Was ist ein hydraulischer Abgleich?

Stellen Sie sich Ihr Heizsystem wie ein Wasserverteilungsnetz vor: Ohne Regulierung bekommen die Heizkörper nahe am Kessel zu viel Wasser, die entfernten zu wenig. Das Ergebnis:

  • 🔥 Überhitzte Räume in Kesselnähe
  • ❄️ Kalte Räume am Ende der Leitung
  • 🔊 Strömungsgeräusche in den Leitungen
  • 💸 Unnötig hohe Heizkosten
  • Der hydraulische Abgleich sorgt dafür, dass jeder Heizkörper genau die richtige Wassermenge bekommt.

    Ist der hydraulische Abgleich Pflicht?

    Ja, in bestimmten Fällen:

    SituationPflicht?
    Heizungsförderung beantragen✅ Ja (Verfahren B)
    Gasheizung > 10 Wohneinheiten✅ Ja (seit 2023)
    Neubau✅ Ja (EnEV/GEG)
    Bestandsheizung ohne Förderung❌ Nicht Pflicht, aber sinnvoll

    Verfahren A vs. Verfahren B

    Verfahren AVerfahren B
    AufwandGeringHöher
    GenauigkeitSchätzwerteExakte Berechnung
    Förderfähig❌ Nein✅ Ja
    Kosten300-600 €600-1.500 €
    Empfohlen fürÄltere Anlagen ohne FörderungNeue Heizung mit Förderung

    Für die Förderung ist Verfahren B zwingend erforderlich!

    Was kostet der hydraulische Abgleich?

    ObjektgrößeKosten (Verfahren B)
    Wohnung (bis 80 m²)400 - 700 €
    Einfamilienhaus600 - 1.200 €
    Mehrfamilienhaus (6 WE)1.500 - 2.500 €
    Großes MFH (12+ WE)2.500 - 4.000 €

    So läuft der hydraulische Abgleich ab

    1. Datenaufnahme (vor Ort)

  • Alle Heizkörper werden vermessen
  • Raumgrößen und Fenster erfasst
  • Rohrleitungsverläufe dokumentiert
  • 2. Berechnung (im Büro)

  • Heizlast pro Raum nach DIN EN 12831
  • Erforderliche Wassermenge pro Heizkörper
  • Pumpenleistung und Ventileinstellungen
  • 3. Einstellung (vor Ort)

  • Thermostatventile voreingestellt
  • Pumpe optimiert (oft gedrosselt!)
  • System gespült
  • 4. Dokumentation

  • Protokoll für Förderantrag
  • Einstellwerte für spätere Wartung
  • Einsparpotenzial: Lohnt sich das?

    Typische Einsparungen:

    AusgangssituationEinsparung
    Ältere Heizung, nie abgeglichen10-15%
    Jüngere Heizung, nur Verfahren A5-8%
    Wärmepumpe (Effizienzsteigerung)8-12%

    Rechenbeispiel:

  • Heizkosten vorher: 2.000 €/Jahr
  • Einsparung: 12% = 240 €/Jahr
  • Kosten Abgleich: 800 €
  • Amortisation: 3,3 Jahre
  • Fazit

    Der hydraulische Abgleich ist keine bürokratische Pflichtübung, sondern eine sinnvolle Investition. Gerade bei neuen Wärmepumpen ist er essentiell für die Effizienz – und für die Förderung sowieso Pflicht.

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